Hergestellt aus edler Zartbitter- oder cremiger Vollmilchschokolade, gefüllt mit Likör, Kaffee, zarten Cremes oder knackigen Nüssen – Pralinen sind die perfekte Köstlichkeit, um jeden Gaumen zu verwöhnen.
Schokolade selbst – die Hauptzutat jeder Praline und eine der beliebtesten Süßigkeiten der Welt – bietet nahezu endlose Kombinationsmöglichkeiten, die ihren Geschmack verfeinern und sie noch unwiderstehlicher machen. Kein Wunder, dass die Maya und Azteken, die ersten Zivilisationen, die Kakao anbauten, sie als „Speise der Götter“ bezeichneten und ausschließlich den privilegierten Klassen vorbehielten.
Heute wissen wir: In Maßen genossen ist Schokolade nicht nur ein kleiner Luxus – sie kann sogar positive Effekte für den Körper haben. Also kein Grund, sich zurückzuhalten: Hier sind fünf der besten Pralinen überhaupt, ideal für jeden Geschmack.
Cuneesi
Den Anfang machen die Cuneesi, berühmt für ihr kräftiges, unverwechselbares Rumaroma. Entstanden in Cuneo in den 1920er-Jahren, bestehen diese Köstlichkeiten aus einer knackigen Schokoladenhülle, die ein Baiser-Herz mit dunkler Schokoladencreme und Rum umschließt.
Es gibt unzählige Variationen, doch zu den besten gehört Venchis eigene Kreation: Cuba Rhum – hergestellt aus ecuadorianischer Zartbitterschokolade und karibischem Rum für ein authentisches, aromatisches Erlebnis.
Gianduiotti
Auf Platz zwei ein weiterer piemontesischer Klassiker: der Gianduiotto aus Turin. Im lokalen Dialekt als giandojòt bekannt, sind Gianduiotti sofort erkennbar an ihrem feinen Geschmack, dem charakteristischen Aroma und der ikonischen goldenen Verpackung.
Der Legende nach wurden sie während der napoleonischen Ära erfunden, als Handelsblockaden Kakao knapp machten. Konditor Michele Prochet ersetzte einen Teil des Kakaos durch die geschätzten piemontesischen Haselnüsse – eine Tradition, die bis heute fortbesteht.
Neben dem traditionellen Rezept gibt es heute viele Varianten: von köstlich gefüllten Versionen bis hin zu solchen aus Zartbitterschokolade für ein intensiveres Profil.
Boero
Als Nächstes folgt der Boero – oder, wie manche ihn nennen, Il Preferito – mit einer knackigen Zartbitterschokoladenhülle, die eine in Likör eingelegte Kirsche umschließt. Je nach Variante findet sich im Inneren Kirschbrand, Maraschino oder ein anderer kirschbasierter Likör.
Auch wenn seine genauen Ursprünge unklar sind, wird angenommen, dass der Boero Anfang des 20. Jahrhunderts in der Schweiz von Emil Gerbeaud kreiert wurde. Heute ist er jedoch eine beliebte Spezialität Norditaliens.
Schokoladentrüffel
Den vierten Platz belegt der Schokoladentrüffel, ein französisches Meisterwerk: zarte Kugeln aus Zartbitterschokolade, vermischt mit Ei und Butter, bestäubt mit ungesüßtem Kakaopulver für das charakteristische Finish.
Diese exquisite Kreation stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wird dem französischen Konditor Louis Dofour in Chambéry zugeschrieben, mit einem Hauch italienischen Einflusses von Nadia Maria Petruccelli.
Cremino
Zu guter Letzt ein weiterer piemontesischer Klassiker: der Cremino. Erkennbar an seiner quadratischen Form und den Schichten, kombiniert diese Praline Gianduia mit einer kontrastierenden helleren Schicht, die typischerweise mit Zitrone, Kaffee oder Mandel aromatisiert ist. Ein wahres Symbol der italienischen Confiserie, das bis heute zu den beliebtesten Schokoladen des Landes zählt.